Wer ist GOTT ?

Diese zentrale Frage, hat bereits Hunderte von Generationen in Kriege und andere tödliche Abenteuer (Kreuzzüge, Inquisition, Dschihad, die Nahost-Konflikte etc.) verwickelt. Weder allein durch das Studium der Bibel, des Talmud oder des Koran (etc.), noch durch die modernen Wissenschaften kann man sie in befriedigender Weise beantworten. Fügt man jedoch beides zusammen, so kommt man einer brauchbaren Antwort bereits näher, selbst wenn auch diese noch viele Fragen offen lässt. Ich will mich also aufs Glatteis begeben und versuchen, den Spagat zwischen Wissenschaft und Religion zu schaffen.

Seit vielen Jahren sind sich die Kosmologen einig darüber, dass die Welt (ich meine damit das Universum) durch den so genannten »Urknall« entstanden sein muss. Auch ich schließe mich dieser Theorie an, doch gehe ich einen Schritt weiter und verbinde sie mit der wohl wichtigsten Annahme der Theologen, dass Gott diese Welt erschaffen hat.

Im ersten Buch des alten Testaments, der Genesis heißt es:
Am Anfang war alles öd und leer, und es war finster rings umher. Und Gott sprach: »Es werde Licht!«, und es ward Licht...
Vergleichen wir dies mit dem wissenschaftlichen Ansatz, dann erscheint immer noch alles konsistent und logisch. »... und es ward Licht« schildert eben diesen Urknall, nämlich die universelle Manifestation göttlicher Energie, die so gewaltig war, dass kein Geist der Welt sie zu begreifen vermag. Um die Gewalt zu ermessen, können wir versuchen uns vorzustellen, wie viel Energie der Urknall mindestens gehabt haben muss.

Albert Einstein hat es vor etwas mehr als einem Jahrhundert mit seiner genialen Materie-Energie-Formel e = m · c² angedeutet: Wenn man nur einen Kubikzentimeter Wasserstoff (ca. 90 Milligramm) zu Helium verschmilzt, dann gehen rund 0,4 Prozent der Materie als Strahlung in den Raum. Diese 0,4 % (etwa 0,36 Mikrogramm) ergeben umgerechnet etwa 8990 Kilowattstunden Energie, also etwa so viel, wie ein 4-Personen-Haushalt durchschnittlich in zwei Jahren verbraucht. Könnte man die Kernfusion als Energiequelle nutzen, wären selbst bei weiter steigendem Bedarf alle Energieprobleme der Welt auf die nächsten paar hundert Millionen Jahre gelöst...
Das gesamte Universum ist im Hinblick auf seine Größe und die darin enthaltene Materiemenge ebenso unfassbar wie der Urknall.
Geht man von der Masse der Erde aus (5,974·1021 t oder knapp sechs Trilliarden Tonnen) und rechnet das nur auf unser Sonnensystem hoch (1,992·1027 t, also knapp 2 Quadrilliarden Tonnen), dann kann man bereits ermessen, was ich mit »unfassbar« meine: man kann sich einfach keinen Begriff davon machen. In unserer Galaxie, der Milchstraße, gibt es etwa zehn Milliarden Sterne, und ein großer Teil davon ist deutlich größer als unsere Sonne. Und unsere Milchstraße gehört zu einem Galaxienhaufen, der mehrere Millionen Galaxien beinhaltet.
Die Astronomen haben bereits viele Tausende solcher Galaxienhaufen kartographiert, und es gibt einen nicht abschätzbaren Anteil an so genannter »dunkler Materie«, die sich den Blicken der Kosmologen wohl ewig entziehen wird.
Alle diese Faktoren zusammengerechnet, kommt man auf einen Wert von etwa 1047 Kilogramm an Materie im uns bekannten Universum, doch aller Wahrscheinlichkeit nach ist es noch viel mehr. Die beim Urknall frei gewordene Energiemenge schätze ich grob überschlägig auf 1058 Kilowattstunden. Ausgeschrieben sieht das so aus:
10.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 kWh
Diese Energiemenge war plötzlich da und erfüllte nur einen winzigen Teil des Universums. Es ist also nicht falsch, wenn die Bibel berichtet: »... und es ward Licht.«; Es war ein gewaltiges Licht!

So viel zur ersten Aussage der Bibel. Doch das bringt uns der Antwort keinen Schritt näher. Es vermittelt jedoch eine Vorstellung von Gottes Allmacht und davon, was mit dem zweiten Gebot gemeint sein könnte.
Es sollte nicht heißen: Du sollst dir kein Bildnis von Gott machen. , sondern vielmehr:
Mach dir keine Vorstellung von Gott; Du kannst ihn einfach nicht begreifen.
Es war also so viel Energie auf einen winzigen Raum konzentriert, dass sie quasi »gerinnen« musste und so zu Materie wurde.   —   Und Gott machte Himmel und Erde.
Bezogen auf die Heilige Dreifaltigkeit verstehe ich die Energie als den Vater, und die Materie als den Sohn. Der Heilige Geist aber ist als das »Ur-Motiv« zu verstehen, quasi die Idee vom Universum. Es ist etwa so, wie in Michael Endes Buch »Die Unendliche Geschichte«. Darin beschreibt er die Szene, als Bastian bei der kindlichen Kaiserin angelangt war. Alles war vom »Nichts« verschlungen worden, bis auf ein einziges, winzig kleines Sandkorn, das der letzte Rest Phantasiens, nämlich des Universums und gleichzeitig die Basis für eine neue Welt war. Bastian ist dazu aufgefordert worden, seinen ersten Wunsch zu äussern. – Freilich kann das nur eine Metapher sein, aber meine Vorstellung geht in eben diese Richtung. Gott hatte nur dieses Sandkorn und wünschte sich das Licht. –
Und aus dem »Sandkorn« entstand alle im Universum enthaltene Materie. Bastian hatte noch viele weitere Wünsche, doch das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden...

Gott hat es gut gemeint, als er die Welt machte; er muss es gut gemeint haben, wenn man sich vor Augen führt, wie lebensfeindlich das Universum an sich ist:
Der Raum zwischen den Sternen ist ziemlich leer, es herrscht dort das perfekteste Vakuum, das sich Menschen vorstellen können, und eine Temperatur von minus 270 Grad Celsius. Auf dem Mars, der nur eineinhalb mal weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde, gibt es am Äquator Höchsttemperaturen von bis zu 10°C und die Durchschnittstemperatur liegt bei etwa minus 20°C; kaum ausreichend für die Entstehung komplexer Moleküle. Auf der Venus, halb so weit von der Sonne wie die Erde, sind es bereits über 400°C. Bei diesen Temperaturen kann man zwar wunderbar löten, aber nicht leben. Jeder organische Stoff würde sofort verkochen...
Wir befinden uns genau dazwischen und haben derart perfekte Bedingungen gehabt, dass wir entstehen konnten. Es war nämlich nicht nur die genau richtige Temperatur für die Entstehung von Kohlenstoffbasiertem Leben. Die Erde hat durch ihren flüssigen Eisen- und Nickelkern ein Magnetfeld, das den Sonnenwind genannten Partikelstrom von unserem Heimatplaneten abhält, sowie eine Ozonhaltige Atmosphäre, die uns vor ultraviolettem Licht und den harten Röntgen- und Gammastrahlen schützt. Die Größe (also die Masse von knapp 6 Trilliarden Tonnen) und damit die Anziehungskraft unseres Planeten ist gerade ausreichend, um die Atmosphäre dauerhaft festzuhalten. Eine höhere Anziehungskraft hätte möglicherweise verhindert, dass sich die Lebewesen vom Meer auf das Land gewagt haben. Wie durch ein Wunder stimmte sogar die Zusammensetzung von Meerwasser und Luft und erst in jüngster Zeit fand man heraus, dass auch das Vorhandensein des Mondes eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen von Leben war. Schließlich hat er mit seiner Gravitation die Wassermassen der Meere im Griff und erzeugt so die Gezeiten. – Und was noch viel wichtiger ist: er stabilisiert die Rotationsachse der Erde, so dass über lange Zeiträume gleichbleibende Jahreszeiten überhaupt erst möglich geworden sind.
Es kann also kein Zweifel bestehen, dass Gott sich das Leben auf der Erde gewünscht hat.

Ein anderer theologischer Ansatz (der Hinduismus) geht davon aus, dass die Welt im Kleinen wie auch im Großen gleich ist, was erklären könnte, dass Gott den Menschen »nach seinem Ebenbild« geschaffen hat. Man könnte daher mutmaßen, dass unser Sonnensystem ein Atom sei und mit den acht Planeten etwa einem Sauerstoffatom entsprächen. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass die Galaxien kosmische Moleküle sind, die zusammen so etwas wie eine Zelle bilden durch deren Membrane wir nicht hindurch sehen können – eine Zelle, irgendwo im Körper Gottes, vielleicht eine von vielen Milliarden Nervenzellen in seinem Gehirn?
Doch so sympathisch diese Theorie auch sein mag, so beängstigend ist sie, denn Zellen sterben irgendwann einmal ab. Und wenn unser Kosmos nur eine Zelle von einem Milliardenfach größeren Individuum ist, dann kann man davon ausgehen, dass auch dieses Individuum nicht alleine ist, es also viele »Götter« gibt, die eine Zivilisation bilden, welche ihrerseits auf einem einzelnen Planeten inmitten eines noch viel größeren Hyper-Universums lebt... Das wäre der Makrokosmos. Auch in der anderen Richtung geht diese Vorstellung nahtlos weiter: Stellen wir uns eine Zelle in unserem Körper vor und denken wir uns, dass die Moleküle aus denen sie besteht, ihrerseits wiederum Galaxien sind, die aus Atome genannten Sternen bestehen... Das wäre dann der Mikrokosmos.
In der Mathematik gibt es so genannte Fraktale. Das sind Algorithmen, deren graphische Darstellung im Großen ganz ähnlich aussieht, wie wenn man sie vergrößert. Wenn man immer weiter vergrößert, dann findet man in den turbulenten Regionen der Grafik immer wieder die Grundfigur. Benoit B. Mandelbrot, der diese Gesetzmäßigkeit entdeckt hat, prägte dafür den Begriff der »Selbstähnlichkeit«.
Ist es angesichts dessen abwegig, dass auch die Welt an sich so ein selbstähnliches, fraktales Gebilde ist?
Es bleibt also dabei: Wir können uns mit unserem winzigen Geist einfach keinen Begriff von Gottes Größe, geschweige denn von seinem Aussehen oder seiner Persönlichkeit machen.
Gott ist uns zwar unbekannt, doch bleibt er uns stets vertraut.

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