Theologie

Religionen im Wandel der Zeit

Warnung

Die Lektüre dieses Artikels könnte Ihren Horizont erweitern. Wenn Sie dies nicht möchten, sollten Sie davon Abstand nehmen, ihn zu lesen.

Seit jeher spielen Religionen für die Menschheit eine zentrale Rolle. Muslime hassen Juden und Christen, Juden hassen Muslime und Christen und Christen hassen Muslime und Juden. Und über allen wacht ein Gott. Im Mittelalter waren es die Christen, genauer gesagt die Kleriker, die Ungläubige unter Folter gezwungen haben, von ihrem falschen Glauben abzuschwören und ein guter Christ zu werden, um sie unmittelnbar nach dem Prozess auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Das waren finstere Zeiten, in denen man sich seines Lebens nicht mehr sicher sein konnte. Heute sind es die Islamisten, die ihren Glauben zwangsweise verbreiten wollen. Sie verüben Attentate an »Ungläubigen« und versetzen die Welt in Angst und Schrecken. Im nahen Osten gibt es auch immer wieder Kriege, die mit dem Glauben zu tun haben.

Eigentlich ist es doch idiotisch, für etwas zu kämpfen, wofür es sich im Grunde nicht zu kämpfen lohnt. Was begehren die Kontrahenten eigentlich? (Die Lösung zu dieser Frage ist weiter unten) Alle drei haben einen gemeinsamen Gott. Im Judentum ist es Jahwe, im Christentum Gott und im Islam Allah. So weit, so gut. Wenn man so will, kann man auch noch sagen, dass jede der drei Religionen einen Propheten hat, nämlich Abraham, Jesus und Mohammed. Rein theoretisch und ungeachtet der Epochen, in denen sie gelebt haben, könnten sie auch die selbe Person gewesen sein. Außerdem versuchen alle drei, mittels eines komplexen Verhaltenskodex das friedliche und sichere Zusammenleben in der Gemeinde zu gewährleisten. Dabei finde ich das Konzept mit den zehn Geboten gar nicht schlecht, weil es, an einer zentralen Stelle leicht zu finden, recht überschaubare, aber ungemein wichtige Regeln sind.

Die Juden haben eine Sonderstellung innerhalb der monotheistischen Religionen. Zum Einen hat das Judentum Merkmale sowohl vom Islam als auch vom Christentum. Zum Anderen hat das Judentum in Abraham zwar einen Verkünder von Gottes Wort, aber ein Prophet im eigentlichen Sinne war er nicht, zumal er auch im Christentum als Sprachrohr Gottes eine wichtige Rolle gespielt hat.
Im Übrigen sind Juden in den beiden anderen Religionen eher unwillkommen. Christen und Juden haben sich immer wieder mal gegenseitig bekämpft, aber der Islam ist mit dem Judentum geradezu verfeindet. Seit vielen Jarhunderten kämpfen Juden darum, ihren Staat zu verteidigen, denn immerhin haben sie nach dem Auszug aus Ägypten einfach ein fremdes Land annektiert, von dem behauptet wird, dass es »das gelobte Land« sei. Palästina hätte sein Land eigentlich ganz gerne wieder, aber Israel ist nun mal da, und das seit Jahrtausenden. Und eben so lange schwelen die Kriege zwischen beiden Ländern.
Die Christen haben sich gegenüber den Juden auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wenn man bedenkt, wie viele gläubige Christen, sowohl Katholiken als auch Protestanten, an der Ermordung von Millionen Juden beteiligt waren, wobei dieser durchgeknallte kleine Österreicher nur zu gerne seine eigene Religion gegründet hätte. Und seit dem Trauma der Juden im dritten Reich reagieren diese ausgesprochen mimosenhaft, sobald sie Antisemitismus wittern. Das treibt dann Blüten wie die Reaktionen auf das Gedicht »Was gesagt werden muss« von Günter Grass. Er wollte darin eigentlich nur Deutschland davor warnen, sich an einem Krieg zu beteiligen, indem es atomwaffenfähige U-Boote an Israel liefern würde. Israel reagierte darauf ausgesprochen allergisch und riss für einen Moment die ganze Welt mit in ihren anaphylaktischen Schock. Grass wurde als Antisemit gebrandmarkt und er wurde als »Persona non Grata« auf Lebenszeit aus Israel verbannt.

Der Islam an sich versucht, sich von Auseinandersetzungen weitgehend fern zu halten, aber es gibt einige mächtige Splittergruppen, die man unter dem Oberbegriff »Islamisten« zusammenfassen kann. Sie sind die »Halbstarken« unter den Muslimen. Sie kämpfen für einen Islamischen Staat, in dem nur noch die Vorschriften des Koran gelten. Sie treten dabei ziemlich radikal auf, wenn es darum geht, das Wort des Propheten in die Köpfe der Gläubigen zu hämmern und gehen ungerührt über Leichen, um die Ungläubigen nach Möglichkeit zu bekehren oder gleich auszurotten.

Wenn man die drei monotheistischen Weltreligionen betrachtet, kann man keiner der drei bescheinigen, »richtiger« oder »falscher« zu sein, doch es fällt eine Gemeinsamkeit auf und die ist auch die Antwort auf die eingangs gestellte Frage: Alle drei haben als primäres Ziel nicht etwa den Seelenfrieden im Sinn, sondern nur die Anhäufung von Geld und Macht, um als Endziel die Weltherrschaft zu erlangen. Wie in der Natur kann im Kampf um die Rudelherrschaft eben nur einer gewinnen; die anderen Aspiranten müssen sich fügen oder ins Gras beißen.
Aus diesem Standpunkt betrachtet kann man nicht umhin, daran zu zweifeln, ob der Mensch mit seinen von blindwütigem Hass erfüllten Streitereien um Religionen wirklich die Krone der Schöpfung ist, denn so weit weg von tierischem Verhalten ist das gar nicht.

Die Globalisierung hat uns die Multikulti-Gesellschaft beschert. Wo unterschiedliche Kulturen zusammen kommen, gibt es zwangsweise Reibereien, die von extrem starken Emotionen dominiert sein können. Da sind Prügeleien und Messerstechereien noch die harmloseren Zwischenfälle. Das betrifft nicht nur religiöse Auseinandersetzungen, sondern auch Streitereien über Traditionen und Gebräuche, die in der einen Kultur normal sind, in der anderen Kultur aber eine Sünde, etwa wie der Schweinebraten am Sonntag; für einen Juden undenkbar. In Deutschland dürfen Homosexuelle heiraten, im Islam sollen sie gesteinigt werden. Schon entbrennt ein Streit, der durchaus eskalieren kann. Es ist wie mit einem Aquarium: Man bestückt es wahllos mit schönen bunten Fischen und wundert sich, wenn sie sich gegenseitig bekämpfen und umbringen. Warum sollte es unter Menschen unterschiedlicher Kulturen anders sein?

Die Intelligenz, all diese kulturellen Dinge weniger extrem zu bewerten und sich statt dessen gelassen darüber auszutauschen und Kompromisse, Fusionen oder Reformen zu erwägen, hat die Menschheit eben noch nicht erreicht. Der Mensch ist zwar das intelligenteste Tier an Land, aber eben doch ein Tier.

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