Theologie

Der Mensch als Ebenbild Gottes?

Häresie!

Die Lektüre dieses Artikels könnte Ihre Auffassung von Gott in Frage stellen. Wenn Sie dies nicht möchten, sollten Sie davon Abstand nehmen, ihn zu lesen.

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild…
— So hat Gott also Spaß daran, die Menschen aus lauter Freude zu drangsalieren?

Du sollst nicht haben andere Götter neben mir.
Das zweite Gebot zeigt, wie eitel und eifersüchtig Gott ist. Beides hat Gott dem Menschen als Eigenschaft gegeben.

Gott liebt es, den Glauben zu prüfen
In der Bibel widmet sich ein ganzes Buch der Lust Gottes, einen Menschen mit allen Mitteln auf seinen Glauben zu prüfen. Gott nimmt dem reichen und angesehenen Hiob zuerst seine Armee, dann seinen Hof, sein Haus, seine Frau und seine Kinder. Gott will Hiob bis zum Exzess quälen, nur um zu sehen, ob der auch in harten Zeiten zu seinem Herrn steht.
Aus der Bibel wissen wir also, dass Gott den Glauben an sich ganz besonders eifersüchtig überwacht und jeden Ungläubigen bestraft.

Dies haben sich Angehörige einer Splittergruppe des Monotheismus zum Anlass gemacht, ihren eigenen Staat auszurufen und die Einhaltung irrwitziger Regeln »im Namen Gottes« zu erzwingen. So müssen sich Frauen vermummen und werden im Übrigen wie Vieh behandelt. Wer sich dagegen auflehnt, wird gesteinigt.
Sie wollen die ganze Welt zu ihrem Glauben zwingen. So scheuen sie nicht davor zurück, Wolkenkratzer zu zerstören, mit Autos in Menschenmengen zu rasen und sich selbst in die Luft zu sprengen. Ihnen werden dafür im Jenseits 72 Jungfrauen als Belohnung gelobt. – So eine Religion funktioniert (wie auch Werbung) am besten, wenn sie zur Motivation die niederen Instinkte anspricht.

Eine andere Splittergruppe hat diese Zeiten bereits hinter sich. Im Mittelalter wurden Menschen verfolgt, die sich mit der Natur gut auskannten oder die sich kritisch gegenüber der Kirche, dem Papst oder dem Glauben als solchem äußerten. Sie wurden in irrwitzigen Prozessen zuerst unter Folter zum Geständnis der angeklagten Schandtaten und anschließend zum Bekenntnis zu Gott gezwungen. Zur Strafe wurden sie öffentlich bei lebendigem Leibe verbrannt und als abschreckendes Beispiel gegen die Hexerei oder Ketzerei vorgeführt.

Gott hat ein Herz für Tiere.
Dem Herrn gefällt es sehr, zu sehen, wie Rinder, Schweine, Hühner und andere Tiere in Massengehegen vegitieren und gemästet werden, bis sie fett genug zum Schlachten sind. Das Leid der Tiere gefällt ihm.
Eine andere Sorte »Vieh« sind die Bewohner von Gebieten, in denen sich lukrative Wasserquellen befinden, die von einem IndustriekonzernDie Rede ist von dem in der Schweiz ansässigen und weltweit operierenden Nahrungsmittelkonzern Nestlé, der in Südamerika mit Hilfe der dort üblichen Korruption die Rechte an den einzigen Quellen mit sauberem Trinkwasser erworben hat. gekauft worden sind, um das Wasser, das sie der Bevölkerung weggenommmen haben, im Supermarkt zu unerschwinglichen Preisen zu verkaufen. Die Bevölkerung ist dadurch gezwungen, schmutziges Wasser aus verseuchten Quellen zu trinken. Das gefällt Gott.

Gott liebt Zwietracht.
Der Herr gibt »seinem Volk« einen Landstrich, der bereits besiedelt ist und nennt ihn »das gelobte Land«. Die Einheimischen wollen aber die Eindringlinge nicht haben und wehren sich dagegen. Es eststeht ein Krieg, der bereits seit über tausend Jahren brodelt – und er ist Gottes Werk.

Gott predigt die Nächstenliebe – und verbreitet Hass.
Gott liebt Kriege und sieht mit Genugtuung zu, wie Völker, die einst befreundet waren, sich gegenseitig auf bestialische Weise abschlachten, ihre Familien und ihren Besitz vernichten.

Gott mag die Erde nicht mehr
Als der Herr die Erde erschuf, gefiel sie ihm, wie es in der Genesis heißt. Irgend etwas muss ihr zugestoßen sein, damit sie ihm nicht mehr gefällt. Nur so lässt sich erklären, dass er es zulässt, dass die Menschen Milliarden Tonnen Treibhausgase in die Atmosphäre blasen und den Planeten auf Dauer unbewohnbar machen.

Ja, Gott hat den Menschen zweifellos nach seinem Ebenbild geschaffen.

All diese göttlichen Eigenschaften, die dem Herrn angedichtet werden verblassen neben dem, was Menschen zu ihren höchsten Werten gemacht haben. Das sind wahrhaftig göttliche Eigenschaften:
⇒ Menschen sind raffgierig. Es genügt ihnen nicht, genug zum Leben zu haben. So wird gehortet, betrogen, gewuchert, gestohlen, geraubt und gemordet, um sich einen Vorteil zu verschaffen.
⇒ Jeder will ein völlig überdimensioniertes Auto, alle halben Jahre einen neuen Fernseher und ein neues Handy. Dass dadurch die Umwelt und damit unser aller Lebensgrundlage zerstört wird, interessiert niemanden.
⇒ Menschen tun alles, um mehr Wohlstand zu besitzen als ihre Nächsten.
⇒ Menschen lieben es, sich gegenseitig zu bekämpfen. Ob es um Besitz, Glauben oder Liebe geht, Jeder Konflikt muss mit Gewalt gelöst werden, weil es die »Ehre« gebietet.
— Weil der Mensch so göttlich ist.

Um einen Einblick in die Seele Gottes zu erhalten, genügt es, sich gewisse Vorgänge in der Natur vor Augen zu führen. Vulkane verbrennen Menschen bei lebendigem Leibe, Erdbeben, Sturmfluten, Feuer und andere Plagen setzen den Menschen zu und zeigen, wie sehr Gott den Menschen, den er nach seinem Ebenbild geschaffen hat hasst – wie sehr er also sich selbst hasst.
Gott flippt ab und zu aus, wie uns die Bibel lehrt. Sodom und Gumorrah hat er in einem Wutanfall vernichtet, dann hat er die ganze Welt mit der Sintflut ersäuft, hat Erdbeben, Vulkanausbrüche, Epidemien und alle möglichen Plagen über die Menschheit gebracht. Das alles nur, weil er wie ein störrisches kleines Kind nie zufrieden ist mit dem was er geschaffen hat.
Was für ein Gott muss das sein, der Elend und Verderben als erstrebenswert erachtet und dem es Freude bereitet, zu sehen wie sich Brüder bekriegen, wie Menschen ganze Landstriche zu Wüsten machen und ihren Heimatplaneten zerstören?

Schwierige Fragen, möchte man meinen, doch die Antwort ist ganz einfach:
Nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild, sondern der Mensch schuf sich einen Gott, den er für alle Unbillen verantwortlich machen kann. Ihm wird quasi als Sündenbock alles Schlechte zugeschrieben, aber als »Prüfung« schön geredet, weil er wissen will, ob man ihn noch „fürchtet”, wie es in der Genesis so schön heißt. – Ein Herrscher, der seine Herrschaft auf Furcht begründet, hat zwar viel Macht aber wenige Freunde. Das hat uns die Geschichte gelehrt.

Ist das Blasphemie?Es handelt sich nicht um Blasphemie, sondern um ein häretisches Pamphlet über die Menschheit.
Es ist nicht meine Absicht, Gott zu lästern. Ich will den Selbstgerechten unter den Menschen jenen Spiegel vorhalten, den sie gar nicht mögen, weil sie sich selbst zwar gerne betrachten, aber nicht sehen wollen, wie egoistisch, unsozial und selbstzerstörerisch sie sich verhalten.

Zum wahren Glauben muss man nicht gezwungen werden. Er kommt von alleine und ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Glaubensfreiheit beginnt damit, seinem Nächsten seinen eigenen Glauben zu lassen, so lange der ihm damit nicht schadet. Im Gegenzug sollte der Andere seinen Glauben so praktizieren, dass er damit niemandem schadet.

Schließlich wollen alle Religionen ein und die selbe Sache:
Geld und Macht auf die Glaubenshüter konzentrieren.

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