Seit den 1980er Jahren ist SSC das Credo für alle S&M-Aktivitäten und einer der wichtigsten Bestandteile für befriedigende S&M-Spiele. Berücksichtigen Sie immer diese Richtlinien, damit das Spiel allen Beteiligten Spaß macht und niemand in eine gefährliche Situation gerät oder Schaden nimmt.


S S C  – Safe, Sane, Consensual

SSC steht für Safe, Sane and Consensual und heißt etwa sicher, vernünftig und einvernehmlich.

Was bedeutet das im Einzelnen?

Safe – Das Spiel soll zu jedem Zeitpunkt sicher sein. Das bedeutet, dass die Gesundheit der beteiligten Partner nicht gefährdet und nicht geschädigt werden darf. Alle Aktionen sollen so durchgeführt werden, dass dabei niemand Verletzungen erleidet und keiner der Beteiligten in eine gefährliche Situation gerät. Der aktive Partner muss die Verantwortung für den passiven tragen und immer darauf achten, dass ihm nichts passieren kann.

Sane – Eine vernünftige Vorgehensweise ist beim sex sehr wichtig, insbesondere wenn es darum geht, dem Grundsatz der Sicherheit gerecht zu werden. Alles was die Partner tun, machen sie mit klarem Menschenverstand und mit Rücksicht auf die Grenzen des jeweils anderen Partners. Dabei ist es notwendig, dass sich alle Beteiligten stets der Risiken der geplanten Aktionen bewusst sind. Der Passive kann nur insofern etwas dazu beitragen, dass er sich im Notfall auch traut, den Abbruch des Spiels zu fordern. So liegt letztendlich die gesamte Verantwortung beim aktiven Partner. Er soll so viel Einfühlungsvermögen haben, dass er den Passiven nicht überfordert, gefährdet oder schädigt und so viel Verantwortungsbewußtsein haben, dass er auf Anforderung das Spiel sofort unterbricht.

Consensual – Mit der Einvernehmlichkeit ist gemeint, dass sich sowohl der passive als auch der aktive Partner über alle angewandten Praktiken einig sein müssen. Vor Beginn des Spiels müssen also die Grenzen des Zumutbaren festgelegt und die gewünschten Aktionen besprochen werden. Beide Partner sind sich über die körperlichen und psychischen Risiken im Klaren und nehmen freiwillig am Spiel teil.
Zur Einvernehmlichkeit gehört auch, dass einer der Partner plötzlich aus dem Spiel aussteigen möchte, z.B. weil es ihm zu viel wird. Für solche Fälle sollen die Teilnehmer ein Codewort vereinbaren, mit dem das Spiel sofort unterbrochen werden kann.

Codewort

Bei S&M-Spielen kann es leicht passieren, dass es einem der Partner zu viel wird. Übrigens kann auch dem Aktiven das Spiel über den Kopf wachsen. Dieser ist in der Lage, das Spiel selbst zu unterbrechen. Der Passive ist aber darauf angewiesen, dass sein Partner auf Notfälle oder Krisensituationen reagiert. Deshalb sollte ein so genanntes Codewort vereinbart werden, das der Passive ausspricht, wenn es ihm zu viel wird oder ein Notfall eintritt.
Gerade in Rollenspielen kann es zum Spiel gehören, dass der Bottom Worte wie Nein!, Hilfe! oder Gnade! ruft. Daher sollte als Abbruchsignal nach Möglichkeit ein Wort vereinbart werden, das in normalen Situationen nicht vorkommt. In S&M-Kreisen hat sich Mayday eingebürgert. Wenn der Bottom jedoch geknebelt ist, muss ein anderes Signal her, das auch unter erschwerten Bedingungen gegeben werden kann, wie z.B. dreimaliges Grunzen oder das Summen des SOS-Morsecodes - - - — — — - - -.
Es gibt Leute, die es nicht für notwendig halten, ein Codewort zu vereinbaren, weil sie der Meinung sind, dass sie brenzlige Situationen schon selbst erkennen.
Manche Leute halten es auch für ein Zeichen von mangelndem Vertrauen oder Schwäche. Für Paare, die jeden Tag solche Spiele machen und sich genau kennen, mag es vertretbar sein, darauf zu verzichten, doch in allen anderen Fällen sollte unbedingt immer ein Abbruchsignal vereinbart werden. Sobald es fällt, sollte der Top sofort abbrechen und nachfragen, was nicht stimmt.

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