Geeignete Geräte

Welche Eigenschaften müssen Elektrostimulationsgeräte haben? Welche Geräte braucht man und wie kann man sich selbst etwas bauen, wenn man sich mit Elektronik auskennt? Diese Fragen werden hier beantwortet.

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Was ist brauchbar?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wirklich günstige Geräte, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden, gibt es nur wenige. Es gibt aber durchaus Geräte, die bestens geeignet sind und mit Fernbedienung, Handy-Steuerung und Ausgangsspannungen von bis zu 80Veff keine Wünsche offen lassen. In den mittleren Preislagen um € 150,- tummeln sich unterschiedlich ausgestattete TENS-Geräte, die durchaus brauchbar erscheinen. Da diese Nervenstimulatoren überwiegend aus dem medizinischen Bereich stammen, kann man davon ausgehen, dass sie CE-Zeichen-konform sind, d.h., alle Sicherheitsrichtlinien der EU für Medizingeräte erfüllen. Im unteren Preissegment findet sich allerhand Schrott; nur wenige Geräte sind wirklich brauchbar. Meist ist die abgegebene Spannung mit 40Vss nicht ausreichend für ein lustvolles Erlebnis, oft ist die Handhabung unkomfortabel. Geräte mit sehr kleinen Bedienknöpfen für die Intensität sind grundsätzlich nicht zu empfehlen, weil es dadurch sehr schwierig ist, die Stromstärke vernünftig zu dosieren.
Es gibt auch einige Geräte, die zwar ein Zeichen tragen, das so aussieht wie das offizielle CE-Zeichen, doch sind die Buchstaben näher beieinander (siehe links) und »CE« steht hier für China Export. Mit einer Konformität zu den EU-Richtlinien hat das nichts zu tun. Es hat zwar bereits diesbezügliche offizielle Anfragen bei den zuständigen Stellen des Europäischen Rates gegeben, doch Handlungsbedarf scheint nicht zu bestehen. Jedenfalls hat in den vergangenen fünf Jahren niemand im Europarat darauf reagiert.
Unter Lovetoytest - Elektrosex-Geräte finden Sie einige recht objektive Testberichte über TENS-Geräte, die speziell im Hinblick auf ihre Tauglichkeit für die erotische Elektrostimulation getestet worden sind.


Was gibt es am Markt?

Nachdem bereits mehrere Leser gefragt haben, welche Geräte zu empfehlen sind, habe ich in einer Tabelle zusammengefasst, was so alles am Markt verfügbar ist, wie die Preise liegen und was ich persönlich davon halte. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Beurteilungen meinem persönlichen Geschmack entsprechen und dass ich hier keine Werbung mache, sondern lediglich eine Übersicht geben will.


Violet Wand als Alternative

Außer den TENS- und EMS-Geräten gibt es noch so genannte Violet Wands, die ohne einen über den Menschen geschlossenen Stromkreis auskommen. Violet Wands erzeugen mittels Tesla-Spulen richtige Hochspannungen von mehreren zehntausend Volt. Das hört sich zunächst sehr gefährlich und schockierend an, doch die dabei entstehende Stromstärke ist verschwindend gering und bewegt sich im Bereich von wenigen Mikroampere. Den Namen hat der Violet Wand von den mit Argon gefüllten Glaskolben, die als Elektroden verwendet werden. Unter dem Einfluss der hohen Spannungen werden die Gasmoleküle ionisiert und dadurch zu intensiv violettem Leuchten angeregt.
Es gibt von mir zu diesem Thema eine in sich geschlossene Violet Wand Dokumentation.


Eigenbau-Lösungen

Die folgenden Zeilen sind für die Leser, die über solide Kenntnisse der Elektronik verfügen.
Leichtsinniges »Basteln« ohne das nötige Hintergrundwissen kann zu lebensgefährlichen Stromunfällen führen.

WaveMaker Wer in Elektronik ausreichend bewandert ist, um eigene Schaltungen zu entwickeln, dem sei als Empfehlung das nebenstehende Blockschaltbild meines WaveMakers ans Herz gelegt.
Mit relativ kleinem Aufwand sollte es möglich sein, daraus ein entsprechendes Gerät zu entwickeln.
Die Eckwerte für die technischen Daten sollten in diesen Bereichen liegen:

Mehr als das sollte nicht nötig sein. Für die Versorgung empfehle ich 6 bis 10 Zellen vom Typ AA (Mignon) und um die Betriebskosten gering zu halten, sollten Sie lieber NiMH-Akkus verwenden, die über eine Buchse mit einem Steckernetzteil aufgeladen werden können.
Das Gerät sollte sicherheitshalber für Batteriebetrieb ausgelegt sein. Wenn Sie lieber Netzbetrieb haben wollen, sollten Sie das Gerät unbedingt in ein Metallgehäuse einbauen und dieses über den Schutzleiter erden.
Als Ausgangs-Übertrager empfehle ich einen ELA-Transformator für 100 V-Ausgang. Solche Übertrager kann man für etwa € 10,- im Elektronikfachhandel beziehen. Die Nennleistung sollte im Bereich von 5 bis 10 W liegen.
Mit sieben Drehreglern und mindestens zwei Schaltern erscheint die Bedienung zwar ziemlich kompliziert, aber dafür steht immer das richtige Wellenmuster zur Verfügung. Mit etwas Übung ist dieses Gerät für alle Anwendungsfälle uneingeschränkt geeignet. Muskelstimulationen zum Training sind ebenso möglich wie medizinische Nervenstimulationen, doch bei der erotischen Elektrostimulation kann diese Schaltung ihre Stärken erst voll ausspielen.

Vorgefertigte Sounddateien

Es gibt im Fachhandel ein Stereo-Verstärkermodul für weniger als € 20,- zu kaufen, das über einen SD-Karten- und USB-Anschluss verfügt und obendrein noch über Fernbedienung gesteuert wereden kann. Damit lässt sich ein kompaktes Gerät aufbauen, mit dem eigene Sounddateien für die Elektrostimulation verwendet werden können. Dazu müssen an die beiden Ausgänge noch ELA-Übertrager angeschlossen werden, um die erforderliche Spannung zu erzielen.
Wenn Sie mit einem Sound-Editor geeignete Spannungsmuster erzeugen oder solche hier herunterladen und auf einem USB-Stick oder auf einer SD-Karte speichern, brauchen Sie nur noch einschalten und können sofort Ihr Lieblingsprogramm abspielen.


ELA-Verstärker

Eine weitere Variante besteht darin, dass man die gespeicherten Dateien mit einem MP3-Player über einen ELA-Verstärker abspielt. Es gibt auch Verstärker mit MP3-Wiedergabe, die keinen externen Player benötigen.
Der Vorteil der Anwendung eines ELA-Verstärkers besteht darin, dass so ein Gerät mehr als genug Spannungsreserven hat, die selbst im Hardcore-S&M-Bereich noch weit jenseits des Erträglichen liegen. Jedenfalls sollten Sie die Lautstärke bei einem ELA-Verstärker vorsichtig dosieren.


Einige Leser haben mir recht brauchbare und erschwingliche ELA-Verstärker empfohlen, die z.T. auch MP3-Dateien direkt von USB-Sticks oder SD-Speicherkarten abspielen können. Dank an Harry aus Wasserburg (:-) und Jens (:-)
Eine Zusammenstellung solcher Verstärker habe ich auf der Seite über geeignete Verstärker aufgeführt.


Hinweise:
Das Blockschaltbild zum WaveMaker ist eine Empfehlung für den Aufbau als analoges Gerät. Wer über entsprechende Kenntnisse verfügt, kann ein Gerät mit ähnlichen Funktionen auch als digitale Schaltung ausführen. Der Nachbau und die Benutzung erfolgen auf eigene Gefahr.
Für Schäden, die durch die Benutzung eines selbst gebauten Gerätes entstehen, lehne ich jegliche Verantwortung ab!


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